Torsten Gerhard kandidiert nicht für die VG-Bürgermeisterwahl – Gemeindeverband spricht sich für die Wahl von Reiner Hör aus
Der SPD-Gemeindeverband hat in seiner Sitzung am Montag, den 15. Mai 2006, das Vorgehen hinsichtlich der anstehenden Wahlen zum Bürgermeister der Verbandsgemeinde Rülzheim am 2.Juli 2006 eingehend beraten.
Wie bereits in der Presse spekuliert wurde, wäre aus Sicht der Versammlung der 27-jährige Jurist und Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Hördt Gerhard ein geeigneter Kandidat für dieses Amt. „Nach Abwägung aller Chancen und der Tatsache, dass die bisher bekannten Gegenkandidaten alle aus der Sitzgemeinde Rülzheim stammen, werde ich nicht kandidieren“ , so Gerhard. Er bedankte sich bei den Mitgliedern des Gemeindeverbandes für das ihm entgegengebrachte Vertrauen, seine berufliche Laufbahn und die Beendigung seiner Promotion stehen für ihn zur Zeit jedoch im Mittelpunkt.
Mit dem Verzicht auf einen eigenen Kandidaten möchte die SPD bei der anstehenden Wahl zum Zünglein an der Waage werden. „Es ist Zeit für einen Politikwechsel in Rülzheim“, so der einhellige Tenor der Versammlung. Aus Sicht der SPD sei Reiner Hör am ehesten geeignet, in der Verbands- und Ortsgemeinde eine Politik auch im Sinne der SPD zu machen und die „verkrusteten Strukturen der jahrelangen CDU-Herrschaft in Rülzheim“ aufzubrechen. Mit dem Verzicht auf einen eigenen Kandidaten könne man vielleicht bereits im ersten Wahlgang eine Mehrheit jenseits der CDU in Rülzheim erreichen. Der Vorsitzende des Ortsvereins Kuhardt, Rüdiger Englert, verbindet mit der Wahlempfehlung zugunsten von Reiner Hör auch die Hoffnung, in Zukunft stärker in die Beratung und die Entscheidungsprozesse im Verbandsgemeinderat miteinbezogen zu werden. „Der Gemeindeverband der SPD empfiehlt daher den SPD-Wählern bei dieser Personenwahl ihre Stimme dem Kandidaten Reiner Hör zu geben“, so das Fazit des Gemeindeverbandsvorsitzenden Andreas Wolf.
Zugleich beschloss der SPD-Gemeindeverband, sich nach den Wahlen noch stärker inhaltlich zu positionieren. Schwerpunkte werden hier die Themen Schule, Wirtschaftsförderung und Soziales in der Verbandsgemeinde sein. Hierzu soll auch insbesondere der Kontakt zu den jeweils betroffenen Bürgerinnen und Bürgern durch gezielte Informationsveranstaltungen gesucht werden.