Eichen als Investition für die „Erben"
Entgegen der ursprünglichen Planung des Revierförsters befürwortetete Rüdiger Englert für die SPD-Gemeindederatsfraktion eine Wiederaufforstung einer Fläche von ca. 0,3 ha mit Eichen. Da diese eine aufwendigere Pflege beanspuchen bedeutet dies Mehrausgaben von ca. 1.500 EUR im Haushaltsjahr 2010. Laut Englert sind "diese höheren Aufwendungen jedoch aus Gründen der Nachhaltigkeit und Vielfältigkeit zu rechtfertigen, da es sich um einen Investitionen für die nächsten hundert Jahre handelt".
Einstimmig nahm der Kuhardter Gemeinderat den Forstwirtschaftsplan für 2010 an. Hierin eingeplant ist ein negatives Ergebnis von etwa 3200 Euro. 594 Festmeter Holz sollen im nächsten Jahr geschlagen und verkauft werden.
Der Holzverkauf ergibt zusammen mit den Einnahmen der Jagdpacht einen Gewinn von etwa 14.300 Euro. Dagegen stehen die Ausgaben für Arbeitslöhne, Sachaufwendungen und Dienstleistungen Dritter mit etwa 17.500 Euro.
Bei einer Waldbegehung vor einigen Tagen hatte Revierleiter Ansgar Vogelgesang den Ratsmitgliedern auch Möglichkeiten für die Neubepflanzung einiger Stellen im Kuhardter Gemeindewald vorgestellt. Bei seiner Sitzung entschloss sich der Rat ebenfalls einstimmig, an diese Stellen vorrangig Eichen zu pflanzen, da diese eine sichere Investition darstellen, was die Verkaufszahlen der letzten Jahrzehnte immer wieder bewiesen haben. Und schließlich handelt es sich dabei um eine Investition, aus der erst in Generationen, in etwa 120 Jahren Gewinn gezogen werden kann. Neben neuen Eichen sollen auch vereinzelt Schwarznüsse und Kirschbäume angepflanzt werden. Aufgrund der Mehrkosten von Eichen kann das Minus des Haushalts 2010 jedoch noch um etwa 1600 Euro größer ausfallen. Der Haushalt für 2009, für den ein Minus von knapp 2000 Euro eingeplant war, wird voraussichtlich mit einem Defizit von 1500 Euro abschließen.
Zudem nahm der Gemeinderat, passend zur vorweihnachtlichen Stimmung der Sitzung, zwei Spenden der Sparkasse Germersheim-Kandel an Einrichtungen der Gemeinde an. An den Kindergarten ging eine Spende über 150 Euro, an die Grundschule im Rahmen eines Bildungsförderungsprogramms eine Spende über 1000 Euro. Weiter unterstützt der Gemeinderat die Stellungnahme, die die Bürgermeister der vier Gemeinden der VG Rülzheim zum Planfeststellungsverfahren für den Ausbau des Rheinhauptdeichs abgegeben hatten (wir berichteten).
Ortsbürgermeister Roland Eiswirth bedankte sich für ein Jahr guter Zusammenarbeit. Außerdem betonte er, dass vor allem die Vereine 2009 wieder einen großen Teil am Dorfgeschehen mitgeprägt hätten und die Gemeinde stolz sei auf die vielen kulturellen und sportlichen Angebote, die auch der Jugend sehr zu Gute kommen. (kxs)
Quelle: Rheinpfalz, 24.12.2009