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Gemeinderatssitzung vom 30.03.2009 :

Kommunales

Projekt Dorferneuerung auf den Weg bringen

Der Kuhardter Gemeinderat will in seinem nächsten Haushalt auch Geld zur Verfügung stellen um Ideen aus dem Projekt Dorferneuerung zu verwirklichen. Seit Anfang 2007 arbeitet ein Arbeitskreis aus Kuhardter Bürgern und Gemeinderäten an der Umsetzung des Projekts.

Christoph Bökenbrink vom Planungsbüro WSW, der im Januar 2007 die Moderation des Pro-jekts übernommen hatte, stellte bei der letzten Sitzung des Gemeinderats die Ergebnisse des Arbeitskreises Dorferneuerung vor und fasste zusammen, was in den letzten beiden Jahren im Rahmen der Dorferneuerung passiert ist. Seit über zwei Jahren sammelte der Arbeitskreis Ideen, was in Kuhardt zu verbessern ist und wie solche Verbesserungen umsetzbar sind. Im Juni 2008 wurden dem Gemeinderat bereits die Ideen vorgestellt und eine Prioritätenliste verabschiedet.

Ganz oben auf dieser Liste stand der Punkt Verkehrsberuhigung. Hierzu wurden im vergangenen Jahr Geschwindigkeitsmessungen und Verkehrszählungen am Ortseingang aus Richtung Rülzheim vorgenommen, die allerdings nicht ausfielen wie erwartet, sodass kein Handlungsbedarf seitens des Straßenträgers LBM (Landesbetrieb Mobilität Rheinland-Pfalz), besteht. Alle Projekte, die eine Verkehrsberuhigung an den Ortseingängen bedeuten, müssen also von der Gemeinde selbst finanziert werden.

Möglichkeiten dafür sind entweder Änderungen im Straßenverlauf oder Umgestaltungen an den Straßenrändern, die zeigen sollen, dass bereits auf Höhe der Orteingangsschilder die geschlossene Ortschaft beginnt und nicht erst dort, wo die ersten Häuser stehen.

Eine Querungshilfe an der Rülzheimer Straße ist laut LBM-Zählungen ebenfalls kein Muss und könnte allenfalls von der Gemeinde selbst finanziert werden. Die Bedarfsampel, die eini-ge Monate lang auf Höhe des Kerweplatzes gestanden hat, hatte nicht die erhofften Ergebnisse gebracht. Auch für eine Umleitung des Kiesverkehrs müsste die Gemeinde selbst Sorge tragen. In diesem Punkt laufen weiterhin Beratungen mit LBM, sowie SGD (Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd), die eventuell zur Anlegung einer Werksstraße aufgrund des Materialtransports für die Hördter Rheinauen führen können, von denen dann auch die Gemeinde Kuhardt profitieren kann. Dies betonte Ortsbürgermeister Roland Eiswirth, der wei-terhin für die Umleitung des Kiesverkehrs, wie von Kuhardter Bürgern zahlreich gefordert, kämpfen will. Diese Haltung der Bürger ist nicht unbegründet: Zählungen haben ergeben, dass Lastkraftwagen sieben bis acht Prozent des gesamten Verkehrsaufkommens in der Gemeinde ausmachen. Bei 5700 passierenden Fahrzeugen die durchschnittlich gezählt wurden, sind das eine ganze Menge.

In den Bereichen Innenentwicklung und innerörtliche Gestaltung fallen Projekte wie die mögliche Nutzung des alten Vereinsheims und des Raiffeisenhauses, sowie die Schaffung eines Grillplatzes und weiterer neuer Freizeitmöglichkeiten auf dem Sportplatz an. Zudem soll der Rottenbach mit einem neuen Fußweg begehbarer gemacht werden um so die Ortschaft zu verschönern. Auch ein Jugendtreff soll eingerichtet werden. Über diese möglichen Projekte wird sich der Rat weiterhin Gedanken machen, sodass einige davon schon bald auf den Weg gebracht werden können.

Bei der Sitzung selbst gab es keine Abstimmung über die weitere Vorgehensweise. Der Rat will die Haushaltsberatungen abwarten um absehen zu können, wie viele Mittel für Prioritätenprojekte außerhalb der Dorferneuerung, wie beispielsweise den anstehenden Umbau des Kindergartens, gebraucht werden und dann entscheiden, was weiter investiert werden kann.

Als Schwerpunktgemeinde im Projekt Dorferneuerung können die Ideen, die der Arbeitskreis erarbeitet hat, abhängig von der Art der Maßnahme, vom Land mit zwischen 40 und 65 Pro-zent gefördert werden, betonte Bökenbrink, der sagte, dass es nun die Hauptaufgabe der Ge-meinde sei, den Rückenwind der Schwerpunktförderung zu nutzen um schnellstmöglich einige der Ideen umzusetzen. Der Gemeinderat will seine weitere Vorgehensweise genauer beschließen nachdem der neue Haushalt auf den Weg gebracht wurde und klar ist, wie viele Mittel im Projekt Dorferneuerung investiert werden können.

Sascha Schäffner, der bei der Verbandsgemeinde Rülzheim unter anderem für die Schwerpunktgemeinde Kuhardt im Projekt Dorferneuerung verantwortlich ist, erinnerte bei der Sitzung außerdem daran, dass es für die Kuhardter Bürger möglich ist, bei Bauvorhaben kostenlose Beratungen bei Architekten zu bekommen. Dazu seien keine konkreten Baupläne nötig, betonte er. Nachdem in der Anfangszeit die Beratung durch Architekten sehr gut angenommen worden sei, treten nun immer weniger Bürger an die Verbandsgemeinde heran, sagte Schäffner. Interessierte Bürger können sich, wenn sie sich für eine kostenlose Beratung inter-essieren, an die Verbandsgemeindeverwaltung Rülzheim wenden.

Quelle Rheinpfalz - (kxs - Sandra Kathe)

 

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